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                  Räuschelbach











Der Räuschelbach und die zweigleisige S7

Der 4715 m lange  >Räuschelbach<(hier stellt er sich selbst vor) entspringt in der Nähe der A81-Ausfahrt Zuffenhausen. Vor und in Münchingen münden der Birkengraben und der  >Aischbach<  in den Räuschelbach. Während es nach Starkregenereignissen im angrenzenden Wohngebiet als >Uberschwemmungsgebiet< zu Überflutungen kommen kann,

trocknet fast das gesamte Bachbett meist bis auf drei künsliche Gumpen schon nach wenigen Stunden oder Tagen aus.

Damit verliert der Räuschelbach seine Funktion als Laich-Gewässer für Feuersalamander.

Eine neue Gefahr droht dem Räuschelbach durch Pläne, die Strohgäubahn zu einer S-Bahn-ähnlichen Bahnstrecke im Münchinger Tal zweigleisig auszubauen und zu elektrifizieren. Das erste Mal darüber berichtet wurde im Oktober 2025 (LKZ 10/2025 (kostenpflichtig) oder Zusammenfassung dazu). Die Initiative wird darauf drängen, für diesen Ausbau als Ausgleichsmaßnahme den Räuschelbach für Amphibien zu retten.

Aktueller Stand      [wird  kontinuierlich erweitert]

19.03.26: Ausbau Strohgäubahn zur S7

Am 25.3.26 wird die Regionalversammlung über eine Rahmenvereinbarung zum Ausbau der Strohgäubahn zu einer S-Bahn-ähnlichen Verbindung S7 von Heimerdingen über Schwieberdingen und Korntal bis Stuttgart-Vaihingen beschließen. Die Pläne sind schon so weit ausgereift, dass sogar schon Abfahrtzeiten definiert sind.

Für Schwieberdingen bedeutet dies v.a. den 2-gleisigen Ausbau bis Münchingen und ca. 1400 m Lärmschutzanlagen.

Das Projekt soll knapp 310 Mio. € kosten (vgl. Infoblatt).

16.03.26: EIN Feuersalamander

Gerade mal einen Feuersalamander habe ich bisher entdeckt. Immerhin noch keinen überfahrenen.


Und in einer der Gumpen auch zahlreiche Larven.







20.11.25: Renaturierung mit K-M?

Frau Katrin Schönemann, Leiterin Bauamt, berichtet, gemein-
sam mit Korntal-Münchingen gebe es Überlegungen, den 
„Räuschelbach“ zu renaturieren (vgl.
Amtsblatt 47).

01.04.25: Präsentation von Frau Langenholdt

Frau Langenholdt zeigte in ihrer Präsentation (ausführlicher Bericht), welche Flächen um Schwieberdingen und Hemmingen von welchen Tieren und auch Pflanzen besiedelt sind und welche mit welcher Priorität  geschützt oder ausgebaut werden sollten. Feuersalamander im Räuschelbach stehen hier ganz oben (vgl. Bericht S. 39 u. 47).

Zahlreiche Besucher haben sich in Listen eingetragen, in denen sie anboten, verschiedene Aktionen aktiv zu unterstützen.


15.01.25: Biotopverband Schwieberdingen-Hemmingen

Dem Gemeinderat wurden in einer Präsentation die Planungsergebnisse des Biotopverbands Hemmingen-Schwieberdingen vorgestellt. Die Gemeinden Hemmingen und Schwieberdingen hatten 2022 beschlossen, gemeinsam in die Biotopverbundplanung einzusteigen. Nach Eingang des Zuwendungsbescheides mit einem Fördersatz von 90 % wurde das Büro Landschaftsplanung Langenholt, Stuttgart, mit der Planung beauftragt. Dazu wurden bereits vorhandene Daten ausgewertet und Begehungen mit „Gebietskennern“ beider Gemeinden durchgeführt.

In der Präsentation werden bedrohte Tiere, auch explizit der Feuersalamander oder Feldvögel, und die zugehörigen Kernflächen (u.a. Münchinger Tal) dokumentiert und notwendige Maßnahmen wie die Pflege und Vergrößerung von Magerwiesen beschrieben.

 

Die Initiative Lebenswertes Strohgäu hat Frau Langenholt eingeladen, ihre Präsentation am

  1. April 2025, 18 Uhr, Mehrzweckraum

des Rathauses, einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

01.09.2024: Renaturierung des Aischbachs

Die Renaturierung des Aischbachs ist ein Baustein der Ausgleichsmaßnahmen zur Kompensation der mit dem Bau der Westumfahrung von Münchingen erfolgten Eingriffe in Natur und Landschaft.

Dazu wurden im oberen Aischbach Betonsohlschalen entfernt, 2 Gumpen ähnlich denen im Räuschelbach angelegt und die Bach-Randstreifen bepflanzt (K-M-Meldung 23.5.24). Der bisher unterirdisch in Dohlen verlaufende mittlere Aischbach wurde in ein künstlich angelegtes mäanderndes Bett geleitet.
Der letzte Abschnitt vor dem Räuschelbach sollte ebenfalls renaturiert werden. Wegen Wassermangels wurde dieser Teil des Projekts aufgegeben (
K-M-Bericht 122/2024).
Damit wird er Räuschlbach auch in Zukunft von dieser Seite kaum Wasser erhalten.

01.05.2024: Regen schwemmt Salamanderlarven weg

In 2 der 4 direkt nach Dohlen künstlich angelegten Gumpen tummelten sich Mitte April insgesamt weit über 100 Salamanderlarven.

Die Gumpen liegen in direkter Verlängerung der Dohlen, durch die das Wasser bei stärkeren Regenfällen mit maximaler Geschwindigkeit schießt. Deshalb waren nach einem heftigen Regenfall 3 Tage nach diesen Fotos alle Larven in beiden Gumpen restlos verschwunden.

09.06.2022: Mysteriöser "Zufluss" trocken

Trotz ausbieger Regenfälle in den letzten Tagen bleibt die mysteriöse Dohle vor der kleinen Wiese absolut trocken. Und so auch der weitere Verlauf des Bachs - bis auf die beiden Gumpen, in denen aber nur einzelne Larven entdeckt wurden. Die meisten dürften durch die "Sturzflut", mit der sich der Bach mit Wasser füllte, weggeschwemmt worden sein. Ein Youtube-Video vom Juli 2018 gibt einen Eindruck von diesem schnellen Anschwellen, wie es auch in diesem Fall in einem ähnlichen Film festgehalten wurde. Als hätte jemand eine Schleuse geöffnet ... 

18.04.2022: "Zufluss" versiegt

Die beiden Tümpel in der kleinen Aue sind inzwischen ausgetrocknet. Nur in den beiden Gumpen nach den Dohlen befindet sich auf einer Fläche von 1-2 m² noch bis 20 cm Wasser mit einigen wenigen Salamanderlarven.

Inzwischen wissen wir immerhin, warum die beiden Gumpen nicht wie das übrige Bachbett austrocknen: Diese werden bei Bedarf durch den Bauhof der Gemeinde Schwieberdingen mit Wasser versorgt. >Bravo!<

15.04.2022: Mysteriöser "Zufluss"

Inzwischen hat sich die Situation verändert: Obwohl es die letzten Tage nicht geregnet hat, fließt durch eine Dohle unter dem Weg vor der kleinen Wiese (48,8662N; 9,0811E) etwas Wasser in das Bachbett, so dass sich einige auch größere Wasserflächen gebildet haben, zwei kleine sogar in der kleinen Aue. Die Quelle dieses Wassers ist uns nicht bekannt, so dass auch noch nicht abgeschätzt werden kann, wie dauerhaft hier Wasser zufließen wird.

Auch der Wasserstand des Tümpels weiter bachaufwärts (etwa Mitte der Wiese) hat sich die letzten Tage nicht verändert, obwohl hier kein Zufluss erkennbar ist.

Unsere Fragen

  • Warum ist der Räuschelbach fast immer trocken?
  • Was verursacht den so schnellen Anstieg des Pegels selbst bei relativ leichtem Regen?
  • Welche "Zuflüsse" gibt es auf Schwieberdinger Gemarkung? Insbesondere: Wer oder was ist dafür verantwortlich, dass der Räuschelbach zwar sehr selten, aber 2022 auch schon mal fortlaufend über mehrere Wochen über eine Dohle an der Wiese (48,8662N; 9,0811E) mit einem Rinnsal von Wasser versorgt wird (s. unten "Mysteriöser Zufluss")?


Und ein Lob an die Gemeinde:

Inzwischen kennen wir auch den Grund, warum die Gumpen noch etwas Wasser halten, auch wenn der weitere Bachlauf völlig ausgetrocknet ist. Sie werden bei Bedarf durch den Bauhof der Gemeinde Schwieberdingen mit Wasser versorgt, eine inzwischen sogar über eine eigene Wasserleitung.  > Bravo! <


Und ein Vorschlag:

Um das Wegschwemmen der Larven bei zu starker Strömung zu verhindern, sollten die mit Folie abgedichteten Gumpen außerhalb der Hauptströmung  verlegt werden.

11.04.2022: Begehung des Räuschelbachs

Nach starken Regenfällen bis zum 09.04. (über 30 l/m²) gab es bei unserer Begehung am 11.04. im Räuschelbach auf Schwieberdinger Gemarkung nur noch 4 Pfützen und kleine Tümpel, Gumpen, in denen auch  >Larven von Feuersalamandern<  zu sehen waren.

Zumindest unter einer der Gumpen scheint eine Teichfolie das Versickern des Wassers zu verhindern. In dieser Technik sehen wir eine kostengünstige Möglichkeit, weitere Tümpel zu erhalten, die dann nur noch in längeren Trockenphasen mit Wasser aufgefüllt werden müssten.


Es wird vorgeschlagen, den Räuschelbach unter https://www.swr.de/home/projekt-wasser-formular-100.html im Rahmen des ARD-Projekts #unserWasser zu melden.